Werke von Milhaud, Ellington, Bernstein, Tirolien u.a.
Wenn sich die Nachwuchs-Elite aus Klassik und Jazz trifft, verbindet auch das gemeinsame Konzert Programm diese Genres. In beiden Welten ist seit langem der legendäre Trompeter Wynton Marsalis heimisch. Seine „Swing Symphony“ ist eine Reise durch die Geschichte des Jazz; so prägen Bebop, Mambo und eine coole Ballade den vierten Satz.
Darius Milhaud begeisterte sich 1922 bei einer USA-Reise für den Jazz; in seinem Ballett „La Création du monde“ verarbeitete er Eindrücke aus den Nachtclubs von Harlem. Tatarische Mystik trifft Hollywood-Filmmusik – so wurde Sofia Gubaidulinas „Revue Music“ einmal beschrieben. Dagegen lässt sich Duke Ellingtons Komposition „Night Creature“ mit einem Concerto grosso vergleichen: Ein Sinfonieorchester dient als Tutti, während eine Jazzband die Solistengruppe stellt. Die Grenzen zwischen „ernster“ und „unterhaltender“ Musik verwischte Leonard Bernstein ganz bewusst – so etwa in seinem ersten Musical „On the Town“. Zum Schluss neuere Klänge: Auf Libor Šímas Interpretation von Peter Gabriels Song „Sledgehammer“ folgt eine Suite um den Hit „Grow“ der großartigen Fusion Musikerin Malika Tirolien.